17. Unternehmensnetzwerktreffen - Frauen in MINT Berufen

Ausbildung einmal anders

Martin Wrede von der IHK Hannover bestätgite in seinem Impulsreferat die TEndenz, dass die Aussichten für Bewerber/-innen eine praktische Berufsausbildung zu beginnen, derzeit so gut wie lange nicht mehr sind. Die günstige Wirtschaftslage und der Fachkräftemangel sorgen dafür, dass viele Unternehmen Lehrstellen anbieten. Da aber die Zahl der Schulabgänger/-innen sinkt und zugleich immer mehr Abiturienten an die Unis streben, stehen den Bewerbern und Bewerberinnen auf dem Ausbildungsmarkt so viele freie Plätze gegenüber wie lange nicht mehr. Im Jahre 2016 sind im Wirtschaftsraum Weserbergland 1196 (2006 waren es 1214) Ausbildungsverträge geschlossen worden. Martin Wrede stellte Sonderformen der Ausbildung, wie die Teilzeitausbildung, die Ausbildung mit verkürzter Ausbildungszeit, die berufliche Umschulung und diejenige durch externe Bildungsträger vor. Des Weiteren erläuterte er erfolreiche Sonderprogramme der Agentur für Arbeit wie die Initiative Zukunftsstarter und das Anerkennungsverfahren von ausländischen Abschlüssen.

In Form von moderierten Interviews bekamen die Gäste einen Einblick darüber, was im Bereich der betrieblichen Ausbildung alles möglich ist. Dabei lag der Fokus auf den Frauen in den sogenannten MINT (MAthematik, Informatik, Natruwissenschaften und Technik) und BErufsrückkehrer/-innen, Umschüler/-innen und Personen mit Migrations- und Flüchtlichgshintergrund. Als Best Practice im Bereich Übergang Schule/ Beruf wurde die Ausbildungsinitiative AIDA (Ab n die Ausbildung) von der Vorinna Bruns-Pennartz (Geschäftsführerin) und Martina (Nöltker (Berufseinstiegsbegleiterin), beide von der SHB Nord, vorgestellt. Diese Initiative wird erfolgreich an der Johann-Comenius-Schule in Emmerthal durchgeführt. Die Schülerin Johanna Krieger, 16 Jahre alt, hat in diesem Rahmen an dem Kraftpaket Ausbildung, das von Preussen Elektra/E.ON an dieser Schule finanziert wird, teilgenommen und sich früh für eine technische Ausbildung entschieden.

Johanna berichtete, dass ihre Leidenschaft zur Feuerwehr den Anstoß für die Berufswahl gegeben hat. Am 01.08.2017 wird sie eine Ausbildung zur Industriemechanikerin beginnen.

Ein weiteres Beispiel für eine Ausbildung in einer "klassischen Männerdomäne" stellt Dr. Fabian Elfeld, Geschäftsführer der Firma Teraske Ortho Reha GmbH & Co.KG und die Gesellin, eine Orthopädieschuhtechnikerin, vor. Elena Schumilin hat in der SChuhmacherwerkstatt der Firma Teraske eine zweijährige Umschulung erfolgreich absolviert. 2001 aus Russland eingereist, verfügte sie bereits damals über eine abgeschlossene Ausbildung im Heimatland, die hier nicht anerkannt wurde. So entschloss sie sich, unterstützt durch die Agenur für Arbeit und parallel zum Spracherwerb für die Ausbildung im Handwerk. Die Mutter von zwei Kindern sagt hete, dass Sie ihre Arbeit gerne tätige und diese noch ausbauen möchte. Deswegen haben sie und ihr Chef für sie schon die Teilnahme am Lehrgang zur Aubsildungsleiterin ins Auge gefasst.