Berufliche Perspektiven für Frauen

02.03.2017

Berufliche Perspektiven für Frauen

Frau und Wirtschaft: Die Koordinierungsstelle Weserbergland stellt in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule und dem Gleichstellungsbüro das neue Programm vor.

Die Motivation, warum Frauen nach einer Phase der Berufsunterbrechung wieder in das Erwerbsleben zurückkehren wollen, sind vielschichtig. Doch das berufliche Comeback ist nicht immer einfach, und selbst der baldige Wiedereinstieg sofort nach der Elternzeit garantiert keine reibungslose Rückkehr in den Beruf. Aus diesem Grund wurden in Niedersachsen Koordinierungsstellen zur beruflichen und betrieblichen Frauen- und Familienförderung eingerichtet. Diese Angebot gibt es auch im Kreis Holzminden. In diesem Frühjahr startet das neue Angbot "Frauen fit für den Job", ein Großteil davon unter dem Dach der Kreisvolkshochschule Holzminden. Wiedereinsteigen - neu orientieren - bewerben: Die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft im Kreis Holzminden bietet eine ganzheitliche, vertrauliche und kostenlose Beratung für Berufsrückkehrerinnen, Beschäftigte in Elternzeit und gerinfügig Beschäftigte an. Dabei arbeitet die Koordinierungsstelle eng mit anderen Akteuren auf dem Arbeitsmarkt, wie der Agentur für Arbeit, beruflich orientierte Netzwerke und den regionalen Bildungsträgern zusammen.

"Wir beraten Beschäftigte in Elternzeit, Berufsrückkehrerinnen, arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Frauen sowie berufstätige Frauen, die sich neu orientieren wollen", erklärte Kirstin von Blomberg, Leiterin der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft im Wirtschaftsraum Weserbergland.

Das neue Frühjahrsprogramm bietet mit zahlreichen Informations-, Beratungs- und Weiterbildungsveranstaltungen für Berufsrückkehrerinnen, beschäftigte Frauen, Eltern und Selbstständige eine vielfältige Auswahl an Möglichkeiten, sich auf berufliche Herausforderungen vorzubereiten.

Insgesamt 48 Weiterbildungs- und Netzwerkveranstaltungen stehen auf der Agenda des neuen Programms "Frau und Wirtschaft". Ein Schwerpunkt dabei ist das Bewerbungstraining. "Für uns steht dabei die Qualität im Vordergrund, nicht die Quantiät", sagt von Blomberg. Im vergangenen Jahr seien 76 Prozent der Frauen, die beim Bewerbungstraining waren, vermittelt worden, so die Leiterin der Koordinierungsstelle.

Durchgeführt werden die Veranstaltungen in Eigenregie und in Zusammenarbeit mit den regionalen Bildungsträgern, insbesondere der Volkshochschulen, externen Dozenten, Unternehmensverbänden und der Gleichstellungbeauftragten.

"Für Unternehmen sind gerade von dem Hintergrund des knapper werdenden Fachkräfteangebots die überwiegend gut ausgebildeten, erfahrenen und motivierten Fachfrauen und Eltern eine interessante Zielgruppe für die Beschäftigung", sagt Sigun Brünig, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Holzminden.

Seit Mitte Januar 2011 gibt es die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft im Wirtschaftsraum Weserbergland, die nicht nur für den Kreis Holzminden, sondern auch für die Kreise Hameln-Pyrmont und Schaumburg zuständig ist. Insgesamt gibt es 25 dieser Koordinierungsstellen in Niedersachsen, die auch durch die EU finanziell gefördert werden.

"Durch die Förderung können geringfügig Beschäftigte auch einen Teil der Kurskosten erstattet bekommen", das die Leiterin Petra Piontek, Leiterin der Kreisvolkshochschule Holzminden. Interessentinen aus dem Kreis Höxter, die sich auch für die Kurse interessieren, können zwar daran teilnehmen, können aber leider keine Kostenermäßigung erhalten, weil es ein Programm des Landes Niedersachsen ist.

Um von der Koordinierungsstelle fachgerecht und individuell unterstützt werden zu können, ist zuerst ein kostenloses Beratungsgepräch nötig. Terminabsprachen in Holzminden sind über die Geschäftsstelle in Hameln möglich unter Tel. (05151) 585 1008. Weitere Informationen gibt es im Internet.

www.frau-wirtschaft-weserbergland.de

Quelle: Neue Westfälische 02.03.2017

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