„Rolle vorwärts: wenn Mütter mehr und Väter weniger arbeiten“

12.02.2016

Frauenaktionswochen starten mit dem 14. Unternehmensnetzwerktreffen

Holzminden (r). Zum Auftakt der Frauenaktionswochen im Landkreis Holzminden sind Vertreter der Unternehmen aus der Weserberglandregion sowie Väter, Mütter und Interessierte eingeladen zum 14. Unternehmensnetzwerktreffen. Die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft der Weserbergland AG, Wirtschaftsförderung und Gleichstellungbeauftragte des Landkreises Holzminden laden ein, sich mit Rollenbildern bezüglich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auseinanderzusetzen. Unternehmen können ihre Sicht auf Teilzeit-Väter und Vollzeit-Mütter beisteuern und Überlegungen zur Fachkräftesicherung hinsichtlich der Zeitwünsche von Vätern und Müttern anstellen.


Männer nehmen sich immer mehr Zeit für ihre Kinder. Quelle: Colourbox

Am Montag, 22. Februar, gibt es im Energy- Campus von Stiebel Eltron ab 18 Uhr interessante Vorträge und die Möglichkeit, mit den Referenten und der Referentin ins Gespräch zu kommen. Ein Imbiss rundet die Veranstaltung ab.
Mit dem Wettbewerb „Erfolgsfaktor Familie“ können Unternehmen für sich als familienfreundlicher Betrieb werben und so ihre Arbeitgeber-Attraktivität insbesondere für Fachkräfte steigern. Larissa Roy-Chowdhury, Projektreferntin bei der DIHK-Service GmbH aus Berlin, wird einen Blick darauf werfen, was Unternehmen tun können, um den Arbeitszeitwünschen ihrer Fachkräfte entgegenzukommen. Dass diese Frage durchaus aktuell und wichtig ist, zeigt der kürzlich veröffentlichte Familienreport 2014 des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Christian Hoenisch aus dem Referat Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer, Berlin, wird Ergebnisse dieser Studie vorstellen und die Idee der Bundesministerin Manuela Schwesig, die Arbeitszeit zwischen Müttern und Vätern gleich aufzuteilen, vorstellen und zu den Rahmenbedingungen ausführen.

Wie gestalten wir unser Leben, wenn ein Kind unseren Haushalt bereichert? Wird es so sein, dass ER das Kind nur am Abend und am Wochenende zu Gesicht bekommt und die ganze Bürde des „Familien-Ernährers“ allein wuppt? Oder wäre es toll, wenn sich beide die Zeit mit dem Kind und Zeit für das Geldverdienen teilen könnten? Wird SIE diejenige sein, die aus dem Beruf in die Elternzeit geht und dann sehen muss, wie sie den Anschluss wieder findet? Oder gibt es auch hier eine Möglichkeit, dass beide nur eine überschaubare Zeit aussteigen und dann auch schnell den Einstieg wiederfinden? Dr. Thomas Gesterkamp ist Buchautor und Journalist, ihn beschäftigen diese Fragen schon seit vielen Jahren. In seinen Veröffentlichungen geht es um das Rollenbild der „Neuen Väter“, die das Thema Vereinbarkeit genauso umtreibt, wie ihre Partnerinnen.

Anmeldungen zu dieser kostenlosen Veranstaltung sind erwünscht im Gleichstellungsbüro des Landkreises, 05531/707311 oder gleichstellungsbuero@landkreis-holzminden.de.

Quelle: Täglicher Anzeiger Holzminden, 12. Februar 2016

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