Worauf kommt es bei der Bewerbung an?

02.07.2015

Personalleiterin als Coach bei „Marke Ich“ in der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft

Weserbergland (r). Die erfolgversprechende Jobsuche fängt bereits mit der Auswahl des Unternehmens und einer passenden Stelle an. Die Kontaktaufnahme zum Unternehmen erfolgt dann mit der maßgeschneiderten Bewerbung um diese Stelle. Worauf es aber aus Sicht des Unternehmens ankommt, damit Bewerbung und Vorstellungsgespräch erfolgreich sind, das erfuhren aktuell acht Frauen praxisnah im Workshop mit Magdalene Tlustek, Leiterin Personalwesen Dr. Paul Lohmann & W. Neudorff GmbH KG. Die Schulung erfolgte im Rahmen der Beratung und Qualifizierung von Frauen, die beruflich wieder ein-, um- oder aufsteigen.

Insgesamt 900 arbeitssuchende Frauen weitergebildet

Insgesamt 900 arbeitssuchende Frauen hat die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft, ein Projekt der Weserbergland AG im Auftrag der REK Weserbergland plus, seit dem Start im Januar 2011 beraten und weitergebildet. Nach der neusten Befragung sind über die Hälfte wieder im Beruf.

Magdalene Tlustek vermittelte in eindrucksvoller Weise anhand ihrer eigenen Biografie, dass die fachlichen Qualifikationen wichtige Voraussetzungen für die Bewerbung sind. „Als entscheidender werden aus Unternehmensperspektive aber zunehmend die weichen, persönlichen Faktoren, die sogenannten Soft Skills bewertet“, so die erfahrene Personalleiterin. Sie führte weiter aus: „Was nützt ein hervorragender Lebenslauf, wenn beispielsweise der erste Eindruck in einem Vorstellungsgespräch nicht überzeugt. Oder wenn die Stressbelastung dazu führt, dass wir uns im Gespräch mit den Geschäftsführer wie unsere Vorfahren, die Homo sapiens verhalten und uns bei schwierigen Fragen entweder tot stellen oder wegrennen?“ welche Bedeutung bei der Selbstdarstellung allgemeine Regeln der verbalen und nonverbalen Kommunikation haben, konnte jede einzelne Teilnehmerin im direkten Kontakt im Workshop üben. „Allgemeine Aussagen werden spannend und aussagekräftig durch das Nennen von Zahlen, Daten und Fakten“, riet Tlustek. „Die Information nämlich, wie viele Kunden Sie mit wie vielen Aufträgen betreut haben, ist viel aussagekräftiger als die Angabe, dass Sie im Vertrieb tätig waren.“

Letztendlich entscheide die Unternehmensphilosophie darüber, ob die Bewerberin zum Unternehmen passe oder auch nicht. Die Stellenanzeige gebe zwar die Suche des Unternehmens nach Fachkraft preis. Dennoch sei es mit dem Stellenanzeigen wie bei einem Eisberg. Sie machten höchstens 30 Prozent der tatsächlichen Informationen aus. 70 Prozent, nämlich interne unternehmens- und personalpolitische Ziele für die Besetzung der Stelle, blieben im Verborgenen.

Ratsam ist ein geschulter, auf die jeweilige Situation und das Unternehmen abgestellter Auftritt. Dieser kann gelernt werden. Dazu bietet die Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft allein und in Zusammenarbeit mit ihren Kooperationspartnern eine Vielzahl von zielführenden Beratungs- und Weiterbildungsangeboten. Weitere Informationen enthält die Homepage unter www.frau-wirtschaft-weserbergland.de.

Quelle: Täglicher Anzeiger Holzminden, 2. Juli 2015

Aktuelles Programm

2. Halbjahr 2017

hier in Kürze zum Einsehen!