Betreuung als Standortfaktor

12.03.2015

Netzwerktreffen: Unternehmer diskutieren über Chancen für Betriebe

Landkreis. Mehr als 50 Vertreter aus Wirtschaft und Politik haben sich im Sana Klinikum in Hameln über betriebliche Kinderbetreuung informiert. Im Mittelpunkt stand dabei eine Diskussionsrunde zu unterschiedlichen Betreuungsprojekten einzelner Unternehmen sowie überbetrieblichen Varianten. Eingeladen dazu hatte die Koordinierungsstelle „Frau und Wirtschaft“ der Weserbergland AG.

Die Diskussion drehte sich dabei nicht nur um das Thema Finanzierung von Angeboten, auch die Vorteile für Unternehmen wurden von Lilly Schmidt vom evangelischen Krankenhaus Holzminden und Jutta Eggers, Personalleiterin der BKK24 in den Fokus genommen. Insbesondere bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern seien entsprechende Betreuungsangebote wichtige Faktoren, so Eggers.

Bild: Die rund 50 Vertreter aus Wirtschaft und Politik bekommen Einblicke in die Großtagespflege am Sana Klinikum in Hameln. Quelle: Weserbergland AG

Dass auch ein Industrieunternehmen mit einem hohen Anteil an qualifizierten Beschäftigten und einem Männeranteil von 85 Prozent durchaus bereit sei, viel in die betriebliche Kinderbetreuung zu investieren, zeigten Vertreter des Familienunternehmens Reintjes Schiffsgetriebe aus Hameln. Frank Wittemann, Kaufmännischer Leiter, und Anita Holland, Personalabteilung, begründeten den aus personal- und finanzpolitischer Sicht mutigen Schritt mit dem Streben nach mehr Arbeitgeberattraktivität hinsichtlich der Gewinnung von gut ausgebildetem Nachwuchs.

Zum Netzwerktreffen gehörten außer der moderierten Diskussionsrunde auch die Besichtigungen der Großtagespflegestelle und der Kita in den Räumen des Sana Klinikums. Zudem berichtete Bernd Himler, Leiter des Familienzentrums der Stadt Hameln, über die Arbeit der Einrichtung. Er ging dabei auch auf die Entwicklung neuer Betreuungsangebote ein. So stellte er die Idee einer Tagespflegebörse mit Belegplätzen für Unternehmen vor, die in Kooperation mit der Koordinierungsstelle „Frau und Wirtschaft“ umgesetzt werden soll.bes

Quelle: Schaumburger Nachrichten, 12. März 2015