Anja Sybill hat nicht nur Frauen im Blick

07.11.2014

Salzhemmendorferin neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Pyrmont

Von Karin Heininger

Bad Pyrmont. Die Stadt hat eine neue Gleichstellungsbeauftragte: Anja Sybill (48) aus Salzhemmendorf wird diesen Posten offiziell am 1. Dezember antreten. Allerdings wird sie nicht als Angestellte im Rathaus arbeiten, wie es die erste Gleichstellungsbeauftragte Elke Schmidt bis 2011 getan hatte, sondern wird wie ihre unmittelbare Vorgängerin Renate Gröger diese Aufgabe im Ehrenamt ausüben.

Nachdem Gröger im Januar dieses Jahres von ihrem Amt zurückgetreten war (sie hatte dafür gesundheitliche Gründe angeführt), wurde die Stelle erneut ausgeschrieben. Im zweiten Anlauf meldeten sich dann vier Bewerberinnen, der Rat entschied sich schließlich für die Salzhemmendorferin. Die gelernte Bankkauffrau ist seit 2010 selbstständig im Einzelhandel. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 21 und 15 Jahren. Für die neue Aufgabe sehe sie sich gut vorbereitet und freue sich auf den Kontakt zur Pyrmonter Bevölkerung, sagt Sybill.

Dass sie neben Englisch auch die spanische Sprache beherrscht, könnte ihr dabei zugutekommen. Anja Sybill hat in Hameln bereits ein Projekt zur Integration spanischer Pflegekräfte geleitet und ehrenamtlich in einer Schul-Cafeteria gearbeitet. Im Augenblick absolviert sie bis zu ihrem Einstieg in Bad Pyrmont noch eine Qualifizierung für Projektleitung und Management und plant gemeinsam mit der "Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft" in der Rattenfängerstadt für das Frühjahr 2015 eine "Initiative Bad Pyrmont", wie sie ähnlich bereits in Bad Münder und in Hessisch Oldendorf durchgeführt wurden. Dabei geht es um berufliche Neuorientierung und Weiterentwicklung für Frauen – in dem Fall um Pyrmonter Frauen. Anja Sybill hat jedoch nicht nur die weibliche Bevölkerung der Kurstadt im Blick. "Ich interessiere mich sehr für Menschen und werde unvoreingenommen auf alle Altersgruppen zugehen und Ansprechpartnerin sowohl für Vereine wie auch für Alleinstehende sein. Und ich habe viele Ideen in der Schublade", sagt die künftige Gleichstellungsbeauftragte, die wöchentlich eine Sprechzeit im Rathaus anbieten wird. Welchen Tag sie dafür wählt, will sie rechtzeitig vor Amtsantritt bekanntgeben.

Dass sie lediglich für eine monatliche Aufwandsentschädigung von 300 Euro im Einsatz sein wird, stört die Salzhemmendorferin nicht. "Ich habe mich schon immer ehrenamtlich engagiert und dabei die Erfahrung gemacht, dass man auch viel zurückbekommt. Wenn ich mich für jemanden einsetzen oder auf meinem Gebiet eine Ausstellung oder Veranstaltung erfolgreich organisieren kann, macht mich eine positive Rückmeldung zufrieden und glücklich", freut sich Anja Sybill auf die Zukunft.

Quelle: Pyrmonter Nachrichten, 07. November 2014

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