Emotionen im Spiel

28.10.2014
Workshops thematisieren sensible Nachfolgerfrage

Landkreis.
Einige Workshops zum Thema Unternehmensnachfolge hat der überbetriebliche Verbund "Frau und Wirtschaft" im Rintelner Hotel-Restaurant "Schaumburger Ritter" abgehalten.

Hilfe bei "Steuern und Recht" erhielten die Teilnehmer am Beispiel des Malerbetriebs Gattermann in Hameln von der Geschäftsführerin Astrid Gattermann, die den Betrieb von ihrem Schwiegervater übernommen hat.

Zu Fragen der Finanzierung von Übernahmen oder Gründungen standen Doreen und Stephan Kehlenbeck vom "Schaumburger Ritter" Rede und Antwort – als Beispiel einer Übernahme mit Investition in Renovierung und Ausbau des Gastronomie- und Hotelbetriebs.

Hilfestellung gab es auch von den heimischen Geldinstituten Volksbank in Schaumburg und Sparkasse Schaumburg sowie von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Schaumburg. Dabei wurden auch Fragen zu Fördermöglichkeiten in Form von Zuschüssen des Landkreises Schaumburg geklärt.

Marion Krome von "Bioclimatic Bad Nenndorf" bezog Stellung zur Frage: "Wie komme ich überhaupt zu einem oder mehreren Nachfolgern für mein Unternehmen?" Ein sensibles Thema, denn je mehr das Unternehmen mit der Kreativität des Unternehmers gewachsen ist, desto schwieriger wird es, adäquaten Ersatz zu finden, wie Krome darlegte.

Für rund 200 Familienunternehmen im Landkreis Schaumburg mit 2700 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern steht bis 2018 ein Wechsel in der Nachfolge der Führung an. Eine Herausforderung, der man sich "frühzeitig stellen muss und bei der es auch darum geht, Klischees und bekannte Denkstrukturen zu durchbrechen", so Krome. Gerade bei Firmenübernahmen komme "eine starke emotionale Ebene mit ins Spiel".

Nicht weniger schwierig sei die Nachfolge innerhalb einer Familie, teilt die Weserbergland AG in einer Pressenotiz zur Veranstaltung mit. Hier spielten die beteiligten Personen, die Arbeit im Unternehmen und die Frage der künftigen Existenz der Familie zentrale Rollen. Wie man Konflikte durch Mediation besser löst als durch einen juristischen Richterspruch, das habe dieser Workshop erarbeitet.

Die Koordinierungsstelle des Verbunds "Frau und Wirtschaft" liegt bei der Weserbergland AG. r
Quelle: Schaumburger Nachrichten, 28. Oktober 2014

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