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Nach der Erziehung in den Beruf

04.10.2014

Informationsveranstaltung der Weserbergland AG im Bad Nenndorfer Rathaus

Bild: Interessiert verfolgten die Teilnehmerinnen die Ausführungen über die Rückkehr ins Berufsleben nach der Mutterzeit.

Landkreis. Bei einer Informationsveranstaltung der Weserbergland AG haben sich 14 Frauen im Bad Nenndorfer Rathaus über ihre Chancen zum Wiedereinstieg in den Beruf Tipps geben lassen. Kirstin von Blomberg, Veranstaltungsleiterin und Existenzgründer-Coach, zeigte den Besuchern zahlreiche Möglichkeiten der Wiedereingliederung auf.

So seien Bewerbungen bei Unternehmen im einst gelernten Beruf oder die Anmeldung bei einer Zeitarbeitsfirma möglich. Selbst eine neue Ausbildung anzufangen, sei sinnvoll. Mitunter gebe es Firmen, die Ausbildungen in Teilzeit über vier Jahre anbieten.

Wichtig beim Neueinstieg in den ehemals gelernten Beruf sei, dass Frauen, die durch Kindererziehung viele Jahre ihren gelernten Beruf nicht ausgeübt haben, sich den aktuellen Anforderungen stellen. Das bedeute im kaufmännischen Beruf zum Beispiel Englischkenntnisse, die über das in der Schule Erlernte hinausgehen. Auch EDV-Wissen auf dem aktuellen Stand der Softwaretechnik sei nötig.

Dies alles könne man sich an Volkshochschulen oder auch bei Kursen der Weserbergland AG aneignen. Für Frauen ohne Einkommen und Bezüge gebe es zudem für viele Kurse Fördermöglichkeiten. Ebenso weiterbilden sollten sich die Frauen in der Kommunikation, jedoch nicht zwingend in Kursen, wie der Existenzgründer-Coach betonte. Selbstsicher von sich berichten zu können und zum Geleisteten zu stehen, sei in allen Bewerbungsgesprächen wichtig. Und wer 20 oder 30 Jahre lang Kinder großgezogen hat, sollte dies nicht nur beiläufig erwähnen, denn die Kindererziehung zeuge von Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft und Belastbarkeit.

Die Mitveranstalterin und Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Nenndorf, Ingela Steege, ergänzte, dass sich Bewerberinnen auch fachlich auf Bewerbungsgespräche vorbereiten sollten. Dabei sollte beachtet werden, sich Wissen über das Unternehmen, bei dem man sich bewirbt, anzueignen. Doch sollte man sich natürlich geben und nicht geschwollene Monologe auswendig lernen. on

Quelle: Schaumburger Nachrichten, 04. Oktober 2014